Mein Vergleich: Gesetzliche vs. private Krankenversicherung – was sich für mich besser anfühlt

Der Moment der Entscheidung

Es war ein ganz gewöhnlicher Tag, als ich zum ersten Mal ernsthaft über meine Krankenversicherung nachdachte. Es war nicht so, dass ich plötzlich krank wurde oder Probleme mit der Versicherung hatte – es war einfach der Zeitpunkt, an dem ich merkte, dass ich mich intensiv mit diesem Thema befassen musste. Ich war an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem die Frage, ob die gesetzliche oder private Krankenversicherung besser zu mir passt, nicht länger nur eine theoretische Überlegung war. Ich hatte viele Freunde und Bekannte, die immer wieder betonten, wie „großartig“ die private Krankenversicherung doch sei – schneller Service, umfangreichere Leistungen, mehr Komfort. Aber dann gab es auch viele, die den Vorteil der gesetzlichen Versicherung betonten – die Sicherheit und die faire Belastung. Da stand ich nun und fragte mich: „Was ist für mich persönlich der beste Weg?“

Der Blick auf die gesetzliche Krankenversicherung

Zuerst habe ich mich gefragt, warum so viele Menschen weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder überhaupt erst darauf setzen. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat für viele von uns den Vorteil, dass sie von Geburt an ein fester Bestandteil unseres Lebens ist.


Die Beiträge sind einkommensabhängig und garantieren eine Grundversorgung, die für die meisten Menschen ausreichend ist. Auch für mich war dies lange Zeit der Standard – ich war gesetzlich versichert und kannte die Vorteile gut:

  1. Sicherheit: Die gesetzliche Krankenversicherung bietet für alle Versicherten eine einheitliche, gerechte Grundversorgung. Niemand wird aufgrund seines Gesundheitszustands oder Einkommens abgelehnt. Diese Sicherheit ist für viele, auch für mich, ein großer Vorteil.

  2. Solidarprinzip: In der GKV wird nach dem Prinzip der Solidarität verfahren. Das bedeutet, dass die Beiträge nach dem Einkommen bemessen werden, sodass Menschen mit geringem Einkommen weniger zahlen müssen als Menschen mit höherem Verdienst. Dieses System sorgt für eine gerechte Verteilung und verhindert, dass sich jemand den Zugang zur Gesundheitsversorgung nicht leisten kann.

  3. Familienversicherung: In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert. Das war für mich ein wichtiger Aspekt, da ich mir die Frage stellte, ob eine private Krankenversicherung diese Vorteile auch bieten würde.

  4. Verlässlichkeit und Umfassende Versorgung: Als gesetzlich Versicherter habe ich immer gewusst, dass ich im Krankheitsfall die notwendige Versorgung erhalte – und das war nicht nur im Falle von Routinebehandlungen der Fall, sondern auch bei größeren gesundheitlichen Problemen. Diese Verlässlichkeit war beruhigend.

Der Reiz der privaten Krankenversicherung

Nachdem ich mich intensiv mit der gesetzlichen Krankenversicherung beschäftigt hatte, begann ich, mich auch mit der privaten Krankenversicherung (PKV) auseinanderzusetzen. Eine private Krankenversicherung hört sich für viele Menschen sehr attraktiv an. Besonders wenn man gut verdient oder selbstständig ist, kann die private Krankenversicherung einige verlockende Vorteile bieten.

  1. Individuelle Tarifgestaltung: Die private Krankenversicherung bietet maßgeschneiderte Tarife, die speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche des Versicherten abgestimmt sind. Ich konnte mir Leistungen aussuchen, die mir persönlich wichtig waren – sei es für den Zahnersatz, Chefarztbehandlung oder schnelleren Zugang zu spezialisierten Ärzten.

  2. Bessere Behandlungsoptionen: Viele private Versicherungen bieten Zugriff auf erstklassige Ärzte, weniger Wartezeiten und eine hochwertigere Behandlung. In der PKV hatte ich das Gefühl, dass ich nicht nur als „Nummer“ in einem System betrachtet werde, sondern dass meine individuelle Gesundheit und meine Wünsche mehr Beachtung finden.

  3. Erstattung von Heilpraktikerleistungen: Ein weiteres großes Plus der privaten Krankenversicherung war, dass sie auch die Kosten für Behandlungen bei Heilpraktikern übernehmen kann. Ich persönlich schätze alternative Heilmethoden sehr, und diese Zusatzleistung empfand ich als wertvoll.

  4. Kein Gesundheitsfonds: Anders als in der GKV, wo der Beitrag nach dem Einkommen berechnet wird, orientiert sich der Beitrag in der PKV an meinem Gesundheitszustand und dem Alter. Anfangs kann dieser Beitrag deutlich günstiger sein, wenn man jung und gesund ist. Auch das war ein Aspekt, der mich neugierig machte.

Die größten Unterschiede – Was hat mich überzeugt?

Als ich beide Optionen genau miteinander verglich, stellte sich eine wichtige Frage: Was fühlt sich für mich persönlich besser an? Und welche Versicherung bietet mir die besten Vorteile für meine Lebenssituation? Ich begann, die Unterschiede aus meiner persönlichen Perspektive zu betrachten:

Flexibilität vs. Sicherheit

Die private Krankenversicherung bietet mir viel Flexibilität, da ich meinen Tarif individuell anpassen kann. Besonders in Bezug auf Zusatzleistungen wie schnelle Arzttermine oder besondere Behandlungen fühlte ich mich damit gut abgesichert. Dennoch musste ich auch bedenken, dass die Beiträge mit steigendem Alter und im Krankheitsfall höher werden können. Das stellte mich vor die Herausforderung, langfristig eine tragbare Lösung zu finden. Die gesetzliche Krankenversicherung hingegen bietet mehr Sicherheit und Planbarkeit, da der Beitrag nicht vom Gesundheitszustand abhängt.

Gesundheitsbewusstsein und langfrister Nutzen

Ich stellte mir die Frage, wie sich meine Gesundheit im Laufe der Jahre entwickeln würde. Während ich in jungen Jahren von der privaten Krankenversicherung profitieren konnte, stellte sich die Frage, ob ich mich langfristig leisten könnte, dies beizubehalten, insbesondere wenn ich älter werde oder gesundheitliche Probleme bekomme. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung hatte ich diese Sorge nicht, da die Beiträge stabil und vorhersehbar blieben.

Zusatzleistungen – Was brauche ich wirklich?

Ein weiterer Aspekt war, welche Zusatzleistungen für mich wirklich wichtig sind. Benötige ich wirklich eine private Behandlung bei einem Top-Arzt? Reicht mir nicht die gute Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung, die oft ausreicht, wenn man sich für den richtigen Arzt entscheidet? Ich hatte den Eindruck, dass viele der Zusatzleistungen der privaten Krankenversicherung nicht unbedingt notwendig sind, zumindest in meiner aktuellen Lebenssituation. Doch das Gefühl, im Falle eines Falles individuell versorgt zu werden, ließ mich an der PKV noch lange festhalten.

Mein Fazit: Was für mich besser anfühlt

Nachdem ich all diese Aspekte abgewogen hatte, entschied ich mich für die gesetzliche Krankenversicherung. Sie bietet mir als Selbstständiger eine stabile, zuverlässige Absicherung, ohne dass ich mir Gedanken über steigende Beiträge oder Einschränkungen machen muss, die mit einer privaten Krankenversicherung verbunden sein können. Besonders der Aspekt der Solidargemeinschaft und die Tatsache, dass ich mich keine Sorgen um steigende Kosten im Alter machen muss, hat mich überzeugt.

Die private Krankenversicherung hat jedoch ihre Berechtigung – sie bietet vielen Menschen eine maßgeschneiderte Versorgung und zusätzliche Leistungen. Wer hohe Beiträge in Kauf nehmen möchte und einen flexibleren Zugang zu spezialisierten Behandlungen wünscht, für den ist die private Krankenversicherung definitiv eine Überlegung wert.


Doch für mich fühlt sich die gesetzliche Krankenversicherung im Moment einfach sicherer und verlässlicher an. Sie passt besser zu meinen Bedürfnissen und bietet mir die nötige Ruhe, ohne in Zukunft ständig auf steigende Kosten achten zu müssen.

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