Wie die Liste meiner Fixkosten mein Leben veränderte

Was passiert, wenn du deine Fixkosten ehrlich auflistest – und was du daraus lernen kannst.

Es gibt Momente im Leben, die dich wirklich wachrütteln. Momente, in denen du etwas tust, das du schon lange aufgeschoben hast – und plötzlich siehst du die Realität vor dir. Einer dieser Momente war für mich, als ich endlich meine monatlichen Fixkosten aufgelistet habe. Ich dachte, ich sei vorbereitet. Doch als ich die Zahlen vor mir sah, war ich überrascht – fast schockiert.

Wieso? Ich hatte einfach nie die genaue Summe meiner Fixkosten auf dem Schirm. Ich kannte meine großen Ausgaben wie Miete und Auto, aber all die kleinen und mittleren Zahlungen? Ich hatte sie verdrängt. Vielleicht auch, weil ich wusste, dass ich an vielen Stellen weniger bewusst mit meinem Geld umging, als ich es wollte.

Das Auflisten meiner Fixkosten war der erste Schritt, um die Kontrolle über meine Finanzen zurückzugewinnen. Ich möchte dir erzählen, wie dieser Prozess mein Leben verändert hat und wie du ihn ebenfalls nutzen kannst, um deine eigenen Finanzen besser zu verstehen und aktiv zu verbessern.

Der erste Schritt: Auflisten und Transparenz schaffen

Zunächst dachte ich, es sei ein Kinderspiel – alle fixen Kosten, die regelmäßig abgebucht werden, einfach in einer Liste festzuhalten. Doch dann begann ich, die Details zu durchleuchten. Miete, Strom, Versicherungen – das wusste ich natürlich. Aber es gab viele zusätzliche Ausgaben, die sich über die Monate hinweg eingeschlichen hatten.


Da war mein Handyvertrag, der längst überflüssig war, weil ich ihn nie wirklich ausnutzte. Dann meine Abos – Netflix, Spotify und noch ein paar kleinere Dienste. Und dann gab es noch die ganzen kleinen Versicherungen, von denen ich viele abgeschlossen hatte, weil sie „einfach praktisch“ klangen, aber nicht wirklich notwendig waren. Auch die Ratenzahlung für den Laptop, den ich vor zwei Jahren gekauft hatte, aber jetzt kaum noch benutze.

Als ich diese Kosten alle zusammenrechnete, war ich erstaunt, wie viel Geld einfach „verschwand“, ohne dass ich wirklich etwas davon hatte. Aber auch der positive Effekt war sofort spürbar: Ich hatte endlich Klarheit über meine Finanzen. Ich wusste genau, wohin mein Geld floh, und konnte jetzt die Weichen stellen.

Tipp: Nutze ein Excel-Dokument oder eine App, um alle Fixkosten zu kategorisieren. So bekommst du schnell einen Überblick und erkennst auf einen Blick, wo sich unnötige Ausgaben verstecken.

Der Schock: Eine Summe, die mich stutzig machte

Es war nicht nur die Menge der Zahlungen, die mich erschreckte, sondern auch die Tatsache, wie sehr diese Ausgaben mein Leben beeinflussten. Die ständigen Abzüge von meinem Konto waren wie eine unsichtbare Hand, die mein Leben und meine Entscheidungen kontrollierte. Monat für Monat zahlte ich ohne große Überlegungen. Doch als ich die Liste sah, wurde mir klar: Ich war nicht frei in meinen finanziellen Entscheidungen.

Jeden Monat zahlte ich aus Gewohnheit – ohne wirklich darüber nachzudenken, ob diese Ausgaben sinnvoll waren. Und genau hier liegt der Haken: Wenn du nicht regelmäßig überprüfst, was du wirklich brauchst und was du nur aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit bezahlst, dann kann sich eine Menge Geld ansammeln, das du besser anders nutzen könntest.

Die Lösung: Prioritäten setzen und bewusst sparen

Nachdem ich mich vom ersten Schock erholt hatte, ging es darum, die nächsten Schritte zu planen. Der wichtigste Punkt war, Prioritäten zu setzen. Ich begann, alle meine Fixkosten in „notwendig“ und „nice-to-have“ zu unterteilen. Es ging nicht nur darum, einfach zu sparen, sondern bewusst zu entscheiden, wo ich mein Geld wirklich investieren wollte.

Meine monatlichen Fixkosten, die ich für notwendig hielt, umfassten Dinge wie Miete, Strom und Lebensmittel. Diese Dinge konnte ich nicht wirklich ändern. Doch die Kategorie „nice-to-have“ war groß. Streaming-Dienste, Fitnessstudio-Abonnements, doppelte Versicherungen – hier gab es einiges zu tun.

Ich nahm mir vor, für jede Ausgabe die Notwendigkeit zu hinterfragen. Brauchte ich wirklich noch alle Streaming-Dienste? War mein Fitnessstudio-Abo der richtige für mich? Und was war mit den Versicherungen? Ein genauerer Blick auf die Policen zeigte mir, dass ich bei einigen unnötige Mehrkosten hatte, die sich leicht streichen ließen.

Tipp: Frage dich bei jeder Ausgabe: „Ist das wirklich notwendig für mich, oder kann ich hier sparen, ohne Qualität oder Komfort zu verlieren?“

Der Prozess: Reduzieren und Umschichten

Nun ging es darum, die einzelnen Posten zu reduzieren. Der erste Schritt war, die Kündigungen vorzunehmen. Netflix und Spotify kündigte ich, weil ich die Angebote einfach nicht mehr aktiv nutzte. Auch bei den Versicherungen gab es den einen oder anderen Vertrag, der nicht mehr zu meinen Bedürfnissen passte. Zum Beispiel eine Rechtsschutzversicherung, die ich nie in Anspruch genommen hatte. Weg damit!

Ich begann auch, meine Ratenzahlungen zu hinterfragen. Anstatt weiter hohe Zinsen auf meinen Kredit für das Elektrogerät zu zahlen, beglich ich ihn vorzeitig. Das war eine einmalige Ausgabe, aber langfristig würde sie mir Zinsen sparen. Auch bei meiner Stromrechnung prüfte ich die Anbieter und fand einen günstigeren Tarif, der mir im Jahr eine ordentliche Summe einsparte.

Der entscheidende Punkt bei diesem Prozess war, dass ich nicht nur versuchte, Kosten zu reduzieren, sondern das gesparte Geld gleich umschichtete. Anstatt das Geld einfach für „Kleinigkeiten“ auszugeben, legte ich es in einen Notgroschen oder ein langfristiges Ziel an, wie zum Beispiel einen Urlaub oder eine größere Anschaffung.

Der langfristige Effekt: Mehr Kontrolle über die Finanzen

Heute, einige Monate nach meiner ersten großen Auflistung, fühle ich mich viel freier. Ich weiß, wie viel Geld ich jeden Monat zur Verfügung habe, und ich weiß, dass ich keine unnötigen Ausgaben mehr mache. Das gibt mir nicht nur ein Gefühl der Sicherheit, sondern auch der Kontrolle. Ich kann mir Dinge leisten, die mir wirklich wichtig sind, ohne ständig auf den nächsten Zahlungseingang warten zu müssen.

Ich habe jetzt nicht nur eine bessere Übersicht über meine Finanzen, sondern auch eine bessere Vorstellung davon, wie ich meine langfristigen Ziele erreichen kann. Ob es der Traumurlaub oder der Kauf eines neuen Autos ist – ich weiß jetzt, dass ich es schaffen kann, wenn ich meine Finanzen bewusst und zielgerichtet plane.

Fazit: Es lohnt sich, einen Schritt zurückzutreten

Das Auflisten meiner Fixkosten war ein Schritt, der zunächst beängstigend wirkte. Doch er hat mir nicht nur geholfen, meine Ausgaben zu reduzieren, sondern mir auch das Gefühl gegeben, mein Leben und meine Finanzen selbst in der Hand zu haben. Es hat mir gezeigt, wie mächtig finanzielle Kontrolle sein kann – und wie befreiend es ist, bewusst Entscheidungen zu treffen.


Wenn du also noch nie deine Fixkosten aufgelistet hast, dann tu es jetzt. Es könnte der erste Schritt zu einer finanziellen Freiheit sein, die du dir vielleicht nie vorgestellt hast. Du wirst überrascht sein, wie viel du wirklich verändern kannst, wenn du genau hinschaust.

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